Die Spargelsaison 2018 ist beendet.

Wir danken allen Besuchern und Interessierten, die wir während der diesjährigen Spargelsaison in Allenlüften begrüssten durften.

Nun lassen wir die Spargeln ruhen und neue Kräfte für die nächste Saison sammeln.

Wir freuen auf nächstes Jahr.

Ihr Spargelteam

  

Grün- und Weissspargel – Die gleiche Pflanze

Grün- und Weissspargeln sind im Prinzip die gleiche Pflanze.

 

Der Unterschied liegt in der Kultivierung. Der Bleichspargel wächst unterirdisch in sogenannten „Dämmen“. Dieser wird zusätzlich mit Folien abgedeckt, um den Wärmeverlust so gering wie möglich zu halten. Durch das fehlende Licht bleibt der Spargel weiss mit violettem Kopf.



Wissenswertes über das Stangengemüse Spargel

„Königliches Gemüse“, „Frühlingsluft in Stangen“, „essbares Elfenbein“ – so vielfältig die Vergleiche, so gross ist auch die Faszination, die Spargel immer wieder und durch die Jahrhunderte auf viele Feinschmecker aus allen Erdteilen ausübt.

Was ist Spargel?

Spargel ist eine mehrjährige Staude, bei der nur der etwa 35cm tief unter der Erdoberfläche liegende Wurzelstock (Rhizom) überwintert. Jährlich im Frühjahr treibt Spargel daher mehrere Sprosse, die als Spargel geerntet werden. Biologisch gesehen ist Spargel also ein Stengelspross der Spargelpflanze. Nach der Ernte bilden die verbliebenen Sprosse das Spargelgrün oder Spargelkraut.

 

Ist Spargel eine Pflanze, die man Jahr für Jahr setzt, oder drücke ich einen Samen in die Erde?

Spargel wird nicht jedes Jahr neu gepflanzt, sondern ist eine mehrjährige Staude. Spargelpflanzen können im Erwerbsanbau – je nach Boden und Sorte – etwa 10 Jahre beerntet werden. Die Spargelstangen sind eigentlich die Sprosse der Pflanze. Im Laufe der Jahre werden die Stangen dünner, bis sich die Ernte nicht mehr lohnt. Die Spargelpflanzen kann man aus den Samen der weiblichen Spargelpflanzen ziehen. Spargelanbauer kaufen aber nahezu immer fertig vorgezogene Wurzelstöcke in grösserer Stückzahl, die bei der Anlage eines neuen Spargelfeldes im Frühjahr gepflanzt werden.

 

Wie lange dauert die Spargelsaison?

Die Spargelernte beginnt – je nach Witterung – etwa Ende April und dauert traditionell bis zum 24. Juni (Johanni). Die Ernte wird beendet, damit die Pflanzen eine ausreichende Regenerationszeit haben, um im folgenden Jahr genügend neue Sprosse bilden zu können.

 

Warum ist guter Spargel eigentlich so teuer?

Spargel war schon in der Antike etwas Besonderes. Der Hauptgrund für den auch heute noch relativ hohen Preis, liegt allerdings im aufwendigen, pflege- und arbeitsintensiven und daher relativ teuren Anbau begründet. Spargel wird auch heute noch überwiegend von Hand und unter Kreuzschmerzen geerntet. Viel Geduld ist zudem nötig, bis der Spargel im dritten Jahr nach der Pflanzung die erste volle Ernte liefert. Wer also frischen heimischen Spargel essen möchte, muss sich diesen Genuss aus gutem Grund etwas wert sein lassen.

 

Woran erkenne ich wirklich frischen Spargel?

Frische Qualität ist an der Festigkeit der Stangen zu erkennen. Ich kann auch zwei Stangen Spargel gegeneinander reiben – wenn ein heller Ton erklingt, ist der Spargel frisch.

 

Was habe ich falsch gemacht, wenn der Spargel bitter schmeckt?

Ordentlich angebauter Spargel sollte nicht bitter schmecken. Durch Zugabe einer kleinen Menge Zucker ins Kochwasser, werden dem Spargel (angeblich) Bitterstoffe entzogen.

 

Kann Spargel auch roh gegessen werden?

Obwohl die meisten Menschen gekochten Spargel bevorzugen, ist es natürlich auch möglich, rohen Spargel zu essen. Allerdings muss bei ungekochtem Spargel auf das zumeist gewünschte Spargelaroma verzichtetet werden. Die im Spargel enthaltene Asparaginsäure entfaltet nämlich erst durch das Kochen ihren typischen Geschmack.

 

Wie sollte Spargel eingefroren werden?

Spargel waschen und schälen. Enden abschneiden. Bleichspargel nicht kochen oder blanchieren. Einfach nach dem Schälen einfrieren! Eingefroren kann Spargel etwa 6-8 Monate aufbewahrt werden. Anschliessend sollte der Spargel aber nicht aufgetaut werden – einfach gefroren ins kochende Wasser geben.

 

Wieviel Kalorien hat Spargel

Spargel besteht zu etwa 93 Prozent aus Wasser und hat daher nur ca. 20 Kalorien (85 Joule) pro 100g. Zudem ist Spargel ausgesprochen gesund: neben der entschlackenden Asparaginsäure enthält Spargel Kalium, Phosphor, Kalzium und die Vitamine A, B1, B2, C, E und Folsäure.

 

Spargel soll auch den Körper entwässern?

Spargel ist entwässernd, harntreibend und regt die Nierentätigkeit an. Daher sollten Menschen, die unter Wassersucht und Übergewicht leiden, Spargel essen. Er hilft (angeblich) Herzkranken, die oft einen gestörten Flüssigkeitshaushalt infolge mangelnder Pumpleistung des Herzens haben und dadurch Wasser im Gewebe einlagern, dieses vermehrt auszuscheiden. Durch die Harnausscheidung kommt es also zu einer Entlastung von Herz und Kreislauf. Durch die gesteigerte Harnausscheidung werden vermehrt Gift- und Schlackenstoffe als Stoffwechselendprodukte aus dem Körper ausgeschwemmt, das Blut gereinigt und die Funktion von Leber, Nieren und Lunge unterstützt. Spargel hat aber auch negative Seiten: Wer zu Nierensteinen neigt, sollte auf den Verzehr von Spargel verzichten. Auch bei erhöhten Harnsäurewerten im Blut, sollte auf Spargel verzichtet werden, da sonst eventuell sehr schmerzhafte Gichtanfälle ausgelöst werden könnten. Fragen Sie in solchen Fällen Ihren Arzt, wie häufig Sie Spargel essen dürfen.

 

Woher kommt nach dem Spargelessen der ungewohnte Geruch des Urins?

Die Wissenschaft hat noch keine klärende Antwort auf diese Frage gefunden. Immerhin scheint man zu wissen, dass es mehrere schwefelhaltige Substanzen sind, die für den gewöhnungsbedürftigen Geruch des Urins verantwortlich sind. Welche Inhaltstoffe im Spargel aber zu dessen Substanzen angebaut werden, ist noch nicht geklärt. Vermutlich sind Abbauprodukte der im Spargel enthaltenen Asparaginsäuren an der Geruchsbildung beteiligt. Übrigens sollen nur ca. 50% der Spargelkonsumenten von den merkwürdigen Gerüchen betroffen sein.

 

Was ist der Unterschied zwischen weissem Spargel und Grünspargel?

Im Gegensatz zum weissen wächst Grünspargel über der Erde, ist also bei der Ernte nicht mit Boden bedeckt. Daher geniesst er das Sonnenlicht und wird schliesslich grün (Chlorophyll). Von den Inhaltsstoffen her übertrifft er den weissen Spargel. Durch das Chlorophyll enthält er nämlich mehr Vitamin C und Karotin. Grünspargel hat einen etwas anderen Geschmack (etwas herzhafter) und muss fast nicht geschält werden. Zudem ist die Kochzeit beim grünen Spargel deutlich kürzer. Grünspargel eignet sich für fast Gerichte, die für weissen Spargel gelten.

 

Wann wurde Spargel kultiviert?

Schon die Griechen haben vor etwa 2500 Jahren Spargel gekannt. Der griechische Name „Asparagus“ bedeutet „Stiel“ oder „junger Trieb“. Die Griechen schätzten Spargel aber hauptsächlich als Arzneimittel. Erstmals als Gemüse angebaut wurde Spargel wahrscheinlich von den landwirtschaftlich recht interessierten Römern. Von den Römern sind ausführliche Kulturanleitungen zum Spargelanbau überliefert.

Zur welcher Jahreszeit wird Spargel gepflanzt?

In den meisten Jahren wird Spargel von Mitte März bis Mitte April gepflanzt. Bei einer späteren Pflanzung kann der Ausfall durch Nichtanwachsen grösser sein. Hier könnte eine Beregnung erforderlich werden. Bei früher Pflanzung müssen evtl. Auftretende Nachfröste berücksichtigt werden.

 

Wo wächst Spargel?

Bleichspargel wächst gut in leichtem, sandigem, wasserdurchlässigem und humosem Boden. Für den Spargelanbau geeigneter Boden sollte sich im Frühjahr schnell erwärmen. Grünspargel stellt etwa die gleichen Ansprüche an Boden und Klima wie Bleichspargel.


Zur Botanik des Spargels

Spargel ist eine einkeimblättrige Staude, die in den traditionellen Systemen zur sehr umfangreichen Familie der Liliengewächse gehört. Nach neueren wissenschaftlichen Kriterien gehört Spargel nunmehr zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).


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